Softvision Explorer 2 : Installation und Konfiguration

Installation der Software

Der Softvision Explorer besteht aus vier Softwaremodulen:
 

Explorer Manager 2.5: Serverprogramm für die Steuerung der Verbindungen und für die Benutzerverwaltung.

Explorer Client 2.5: ermöglicht das Navigieren der Clients und den Schutz des Rechners, auf dem er installiert ist.

Explorer Printer Monitor 1: ermöglicht die Überwachung der von den Clients vorgenommenen Drucke.

Explorer Coins 1: ermöglicht das Einrichten eines Computers, der mit einem elektronischen Münzgerät ausgestattet ist, in die Aufladeposition.

Das Installationsprogramm SoftvisionExplorer.exe ermöglicht zwei Installationsarten: die SERVER- und die CLIENT-Installation. Bei der ersten wird der Explorer Manager installiert und auf jenem Rechner ausgeführt, der als Server eingerichtet ist, während bei der zweiten der Explorer Client installiert wird und bei allen Computerplätzen ausgeführt werden muss. Die Installation der anderen beiden Module erfolgt hingegen über die Installationsprogramme ExplorerPrinterMonitor.exe und ExplorerCoins.Exe. Die erste erfolgt auf jenem Computer, der physisch mit dem Drucker verbunden ist, während die andere auf jenem Computer erfolgt, der mit einem elektronischen Münzgerät ausgestattet ist.
Bei einer aktivierten Firewall ist es absolut unabdingbar, Port 9393 zu aktivieren (oder die Firewall zu deaktivieren). Dieser Port wird vom Client und vom Druckmonitor zur Kommunikation mit dem Server verwendet.

Konfiguration der Hard- und Software

Der typische Einsatzbereich des Softvision Explorers ist ein Internetcafé. Dort gibt es einen Server, auf dem der Explorer Manager läuft, sowie eine gewisse Anzahl an Computern, die den Explorer Client ausführen und auf denen die Clients navigieren. Alle Computer sind über einen Router oder einen Switch an das Netzwerk angeschlossen. Im Grunde erkennt der Router auch ein ADSL-Modem, welches eine Internetverbindung herstellt, er kann aber auch bei anderen Geräten verwendet werden, um eine Internetverbindung herzustellen, wie etwa bei einem Ethernet-Modem, USB-Modem, usw.

Folgende Abbildung zeigt diese Konfiguration:

 

Um den Router/das Modem und die Netzwerkkarten zu konfigurieren, gibt es keine besonderen Anweisungen: Es kann irgendein Adressbereich verwendet werden, der entweder statisch oder vom DHCP-Server des Routers zugewiesen wird.
Die soeben dargestellte Konfiguration wird typischerweise vom Softvision Explorer in der Standardversion verwendet. Eine interessante Besonderheit dieser Konfiguration ist, dass der Server nicht unbedingt auf dem lokalen Netzwerk vorhanden sein muss, sondern auch ein Remote-Typ sein kann.
 

Verwenden des Softvision Explorers zur Bereitstellung eines HotSpots

In der Professional-Version des Softvision Explorers ist es möglich, über eine drahtlose Verbindung (wireless) einen Internetzugang von einem Computer oder einem anderen Gerät, wie etwa von einem Palmtop oder einem Mobiltelefon aus, herzustellen. Diese Geräte benötigen keine Software, um auf den Hotspot zugreifen zu können, der vom Softvision Explorer bereit gestellt wird.  Um das Programm auf diese Weise zu verwenden, muss der Server mit einer zusätzlichen Netzwerkkarte ausgestattet werden, damit er an zwei verschiedene Netzwerke, LAN 1 und LAN 2, angeschlossen werden kann: Die erste wird an das Internet angeschlossen, während die zweite an einen Access Point (oder an einen Wireless Router) angeschlossen wird, der die Drahtlosverbindungen bereit stellt.

Folgendes Schema zeigt diese Verwendungsart:
 

Das erste Netzwerk (LAN 1) hat einen Adressbereich von 192.168.0,x,während das zweite Netzwerk (LAN 2) Adressen des Typs 192.168.1.x aufweist. Die beiden Netzwerke weisen also unterschiedliche Adressbereiche auf, und die Elemente von LAN 2 können die von LAN 1 bereit gestellte Internetverbindung nicht direkt nutzen.
Auf der Seite "Konfiguration Hotspot" der Funktion "Optionen" ist es nötig, die beiden an LAN 1 und LAN 2 angeschlossenen Netzwerkkarten auszuwählen,  während auf der Seite "Wireless Gerät" der Typ des Wireless-Gerätes, das bei der WI-FI-Verbindung verwendet wird, angegeben werden muss; es stehen zwei Arten zur Auswahl: Access Point oder Wireless Router. Die im Folgenden dargelegten Anweisungen beziehen sich auf den Fall eines Access Points. Weitere Informationen bezüglich der Konfiguration bei einem Wireless Router erhalten Sie auf der Seite Konfiguration mit Wireless Router.
Nachdem Sie die Verwendung des Access Point ausgewählt haben, muss angegeben werden, ob der im Programm integrierte DHCP-Server verwendet werden soll. Wenn dieser Server nicht verwendet werden soll, muss jener am Access Point oder jener, der von einer anderen auf dem Computer installierten Software implementiert ist, verwendet werden.
Man muss sich zudem unbedingt vergewissern, dass im Server keine WEB-Server wie ISS oder andere Prozesse ausgeführt werden, die den Port 80 verwenden.
Werfen wir nun einen Blick auf die Konfiguration aller im vorherigen Schema enthaltenen Elemente:

ADSL-Modemrouter
Aufgabe dieses an LAN 1 angeschlossenen Routers ist es, eine Internetverbindung zu jenem Server herzustellen, an den er über die erste Netzwerkkarte angeschlossen ist.
Die Konfiguration wird auf folgende Weise eingestellt:

- IP-Adresse: 192.168.0.1
- Subnetzmaske: 255.255.255.0

Außerdem muss die Routing-Tabelle des Routers (statischer Verlauf) durch Eingabe folgender Regel geändert werden:

- IP-Adresse: 192.168.1.1
- Subnetzmaske: 255.255.255.0
- Gateway: 192.168.0.2 (Adresse der Servernetzwerkkarte, die mit LAN 1 verbunden ist)

Auf diese Weise teilen wir dem Router mit, dass die Pakete mit der Adresse 192.168.1.x an den Server gesendet werden müssen.
Die Änderung der Routing-Tabelle, die es bei einigen Routern nicht gibt, kann durch Aktivierung der Option "Verwende internes NAT" in den LAN-Konfigurationsoptionen vermieden werden. Beachten Sie, dass diese Funktion nur bei Windows XP und Vista bei aktiver Firewall zur Verfügung steht.

Access Point 
Der LAN-Port des Access Points muss auf statische Weise (statische IP) wie folgt konfiguriert werden:

-
IP-Adresse: 192.168.1.1
- Subnetzmaske: 255.255.255.0
- Gateway: 192.168.1.2 (Adresse der Servernetzwerkkarte, die mit LAN 2 verbunden ist)

Servernetzwerkkarten
Netzwerkkarte, die mit dem Netzwerk LAN 1 verbunden ist:

- IP-Adresse: 192.168.0.2
- Subnetzmaske: 255.255.255.0
- voreingestelltes Gateway: 192.168.0.1 (Adresse des ADSL-Modemrouters)
- DNS: Adressen der DNS-Server des eigenen Internetproviders

Für die IP dieser Karte wurde als Beispiel die Adresse 192.168.0.2 eingegeben. Dieser Adresse kann ein beliebiger Wert zwischen 192.168.0.2 und 192.168.0.254 zugeordnet werden.

Netzwerkkarte, die mit dem Netzwerk LAN 2 verbunden ist:

- IP-Adresse: 192.168.1.2
- Subnetzmaske: 255.255.255.0
- voreingestelltes Gateway: kein Wert

Hinweis: Alle bei der vorherigen Konfiguration verwendeten IP-Adressen sind frei wählbar, vorausgesetzt, die Änderungen entsprechen jenen der anderen Netzwerkelemente. Es ist zum Beispiel möglich, der ersten Netzwerkkarte die IP-Adresse 192.168.1.5 zuzuordnen. In diesem Fall ist es jedoch erforderlich, auch die Netzwerkkonfiguration des Access Points zu ändern, indem ein anderer Adressbereich als 192.168.1.x verwendet wird (zum Beispiel 192.168.2.1 für den Access Point und 192.168.2.2 für die zweite Netzwerkkarte).

 

Gemischte Konfigurationen

Bisher behandelten wir zwei Konfigurationsarten: eine mit ausschließlich fixen Computerplätzen und eine mit WI-FI-Einstellungen, welche den Explorer Client nicht benötigen. Es sind jedoch auch gemischte Konfigurationen möglich, wobei auf LAN 1 fixe Computerplätze vorhanden sind und auf LAN 2 Benutzer über WI-FI und fixe Computerplätze (die nicht ungedingt Windows ausführen müssen) verbunden sind. 



 

Der Vorteil der Verbindungen auf LAN 2 ist, dass der Internetverkehr vom Explorer Manager über die Funktionen der Firewall und der Bandbreitenbeschränkung in der Funktion Benutzergruppen des Programms gesteuert werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei Verbindungen über LAN 2 der Log des Verkehrs direkt auf dem Server und nicht auf dem Client erfolgt, wie es bei den Computerplätzen über LAN 1 der Fall ist. Dies impliziert, dass der Verkehr, der von einer beliebigen Anwendung des Clients erzeugt wird, geloggt wird und nicht nur jener, der vom Internet Explorer erzeugt wird, wie es bei fixen Computerplätzen über LAN 1 der Fall ist. Die Benutzer, die über LAN 2 verbunden sind, können daher alternative Browser wie Firefox, Opera, usw., E-Mail-Programme, FTP oder andere Programme verwenden, die das Internet verwenden.
 

Verwendung von Linux bei fixen Computerplätzen über LAN 2

Ein weiterer Vorteil der fixen Computerplätze über LAN 2 ist, dass diese nicht unbedingt den Explorer Client verwenden müssen, dessen Zweck es ist, die Authentifizierung des Benutzers und den Schutz des Rechners vor eventuellen Schäden seitens des Benutzers (Löschen von Systemdateien, usw.) zu ermöglichen.
Wenn alternative Systeme verwendet werden, um den Rechner zu schützen, ist es auch möglich, den Explorer Client nicht zu installieren und die Authentifizierung über einen beliebigen Browser durchzuführen, der auf die Seite http://192.168.1.2/login.htm zugreift. Nach der Authentifizierung ist der Benutzer mit dem Internet verbunden und kann jede beliebige auf dem Computer vorhandene Anwendung verwenden (Browser, Chat, usw.).
Diese Navigation ermöglicht auch die Verwendung von Linux als Betriebssystem auf LAN 2. Linux ist ein äußerst sicheres Betriebssystem, das sehr zweckmäßig ist. Es genügt, einen Account mit extrem eingeschränkten Berechtigungen zu erstellen, um einen angemessenen Schutz des Rechners zu gewährleisten. Der Benutzer kann sich anschließend über den Browser authentifizieren und hat mit jedem beliebigen installierten Linux-Programm Zugriff auf das Internet.
Die Verwendung des Betriebssystems Linux bietet einen entscheidenden wirtschaftlichen Vorteil. Durch die Verwendung dieser Lösung spart man sowohl die Lizenzkosten des Betriebssystems Windows als auch die Kosten für die Client-Lizenz des Explorer Clients.
Die Software-Konfiguration von Linux besteht aus nur einer Konfiguration der drahtlosen Netzwerkkarte, welche so eingestellt werden muss, dass die IP und die DNS-Server automatisch bezogen werden können.

 

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